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Hugo Arndt – Sohn des Bauhaus-Architekten Alfred Arndt besucht Sonderausstellung im Deutschen Schiefertafelmuseum

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Drei Männer und eine Frau stehen an Fotowänden in einem Gebäude. Einer der Männer deutet mit seiner rechten Hand auf eine Foto. Die anderen schauen interessiert dorthin.
Foto: v.l.n.r. Hugo Arndt, Siegfried Scheidig, Nina Bormann und ihr Lebenspartner Wolfgang , nicht mit auf dem Foto Museumsleitung Manja Hünlein und Hugo Arndts Ehefrau Roswitha (Foto: Schiefermuseum Ludwigsstadt)

Hugo Arndt – Sohn des Bauhaus-Architekten Alfred Arndt besucht Sonderausstellung im Deutschen Schiefertafelmuseum

Ludwigsstadt – Einen besonderen Besuch konnte das Deutsche Schiefertafelmuseum Ludwigsstadt kürzlich verzeichnen: Hugo Arndt, Sohn des bekannten Bauhaus-Architekten Alfred Arndt (1898–1976), besuchte gemeinsam mit seiner Ehefrau Rowitha, sowie Nichte Nina Bormann und deren Lebensgefährten Wolfgang die diesjährige Sonderausstellung „Der andere Arndt“. Anlass der Reise aus Darmstadt war die außergewöhnliche Schau, die dem künstlerischen und kulturhistorischen Wirken seines Vaters gewidmet ist.

 

Sonderausstellung „Der andere Arndt“: Ein Blick auf das unbekannte Schaffen

Unter dem Titel „Der andere Arndt“ widmet sich die aktuelle Sonderausstellung einem weniger bekannten Aspekt im Werk von Alfred Arndt. Während er als Bauhaus-Architekt, insbesondere durch das berühmte „Haus des Volkes“ in Probstzella, internationale Bekanntheit erlangte, stellt die Ausstellung seine Leidenschaft für traditionelle Handwerks- und Volkskunst in den Vordergrund. Gezeigt werden detailreiche Zeichnungen und Fotografien dekorierter Schieferhäuser aus dem Thüringer Schiefergebirge und dem Frankenwald – Werke, die zwischen Ende der 1930er Jahre und 1945 entstanden.

Besonderes Augenmerk legte Arndt auf das Naturmaterial Schiefer und die Kunstfertigkeit der Schieferdecker. Obwohl Schiefer kein typisches Material der Bauhaus-Moderne ist, fand es dennoch Eingang in seine Architekturpläne. Auch die traditionelle Stanniolmalerei, bei der Ornamente oder Schriftzüge aus Zinnfolie auf Schieferfassaden angebracht werden, faszinierte ihn. In Zusammenarbeit mit einem Lehrling fertigte Arndt zahlreiche Bauaufnahmen in Mischtechnik an: Architekturzeichnungen in Tusche, kombiniert mit aquarellierter Ausmalung.

 

Kulturhistorischer Schatz für die Region

Die Ausstellung beeindruckt durch Arndts akribische Detailgenauigkeit: Keine Dachdeckung wurde schematisiert, jede einzelne nach Originalbefund wiedergegeben. Ergänzt werden die Zeichnungen durch zahlreiche Schwarzweiß-Fotografien von heute teils verschwundenen Gebäuden, vor allem aus der Umgebung von Probstzella, Gräfenthal sowie dem mittleren Haßlachtal um Pressig und Neukenroth. Die ausgestellten Werke bieten damit nicht nur einen kunsthistorischen Einblick in das Werk eines bedeutenden Bauhäuslers, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zur regionalen Bau- und Volkskunde.

Während eines ausführlichen Rundgangs konnten Hugo Arndt und seine Familie gemeinsam mit Kreisheimatpfleger und Stadtarchivar Siegfried Scheidig viel über das „Blaue Gold“ des Thüringisch-Fränkischen Schiefergebirges erfahren.

 

Lob für die gelungene Sonderausstellung

Die Familie Arndt zeigte sich tief beeindruckt von der Präsentation der Werke Alfred Arndts – sowohl von den Tuschezeichnungen stanniolverzierter Schieferhäuser aus der Dauerausstellung als auch von den Exponaten der Sonderausstellung, die vom Museum und der Geologisch-Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft (GHAG) konzipiert wurde.

 

Ein interaktives Erlebnis für Besucher

Bis Ende Oktober sind die Werke während der regulären Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag, 13 bis 17 Uhr) im Deutschen Schiefertafelmuseum zu sehen. Ein besonderes Highlight: Besucher können an einem historischen Pantographen (Storchenschnabel) selbst ausprobieren, wie Bilder verkleinert werden – eine Technik, wie sie auch Alfred Arndt nutzte.

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